Newsarchiv

Requiem

28. 02. 2021

In einer trostlosen, toten Welt, bevölkert von Dämonen und Monstern, sucht ein gefallener Krieger nach seiner letzten Ruhestätte. Eine vorbeiziehende gemeine Wanderkrähe erweckt in dem Verstorbenen eine ferne Erinnerung an sein verflossenes menschliches Dasein. Beseelt vom Bedürfnis, mehr über sich selbst zu erfahren, folgt er dem Flug der Krähe durch die garstigen und gefährlichen Totenlande. Es liegt eine lange Reise vor ihm, aber mit jedem Schritt werden ihm Bruchstücke aus seiner früheren Existenz bewusst. Doch ein streitsüchtiger Ziegendämon hat sich an seine Versen geheftet, fest entschlossen, den Suchenden zum Duell herauszufordern.

REQUIEM ist der Epilog einer Heldenreise, die sich mit Humor und Versatzstücken der Fantasy auf den Weg zur Vorgeschichte macht. Ein fabelhaftes Epos mit bestechender Feder in Szene gesetzt.

Wenige Bücher haben uns beim Sichten so dermaßen die Augäpfel wässrig werden lassen, wie die barocken Schraffurwelten, die Ausnahmekünstler Albert Mitringer in Requiem erschafft. Eine Reise durch das Nachleben eines gefallenen Helden, der vor düsteren Höllenkreaturen flüchtet und doch eigentlich nur einen ruhigen, perfekten Ort für die letzte Rast sucht. Mit viel Sympathie für seine Figuren, trockenem Witz und oppulenten Strichen führt Albert Mitringer die vielbeschworene Heldenreise ad absurdum und das Publikum in ein philosophisch, existentielles Action-Spektakel, das seines Gleichen sucht.

 

Requiem erscheint am 15.5.2021

“Mitringers Buch ist (und macht) sprachlos.” – Andreas Platthaus, FAZ über Albert Mitringers Debüt “Lila” (erschienen bei Luftschacht)

Zur Seite, Kerl!

28. 02. 2021

Mit “Zur Seite, Kerl!” setzt Webcomicautorin und New Yorker Cartoonistin Kate Beaton ihren wildvergnügten Spaziergang durch Literatur- und Zeitgeschichte fort, den sie in “Obacht! Lumpenpack” begann. Respektlos aber liebevoll beobachtet und kommentiert sie Julius Cäsar, Naopelon, Heathcliff und Catherine, Danton und Robespierre sowie die Götter des Olymps aus heutiger Zeit und ihrer ganz besonderen Sicht. Aber auch Personen der neueren Geschichte wie Janet Jackson, die Beatniks, Spider-Man und die knallharten Klischeefeministinnen bekommen dank Beatons scharfem, trockenen Humors eine ganz neue und sehr, sehr lustige Dimension.

Die deutsche Ausgabe wurde übersetzt von Jan Dinter und liebevollst handgelettert von Asja Wiegand.

“Selten ist jemand so unorthodox durch die Hallen der Hochkultur spaziert.” – Tagesspiegel, Berlin

“Ein fulminanter Ulk.” – Saarbrückener Zeitung

Albert Mitringer

28. 02. 2021
Albert Mitringer *1991, lebt in Wien und hat seinen Abschluss in Grafik und Werbung, an der Universität für Angewandte Kunst gemacht. Davor hat er die Kunstschule Wien besucht und seine Diplomarbeit “LILA”, als Graphic Novel veröffentlicht. Albert arbeitet nach wie vor im Kino, aber das stört ihn nicht im Geringsten. Man findet ihn online in seiner Höhle unter: www.studiostoneage.com

 

Frankfurt 1848 – Skizzen einer Revolution

14. 01. 2021

Im 19. Jahrhundert fordern in ganz Europa Männer wie Frauen mehr politische Mitbestimmung und Meinungsfreiheit. 1848 finden demokratische Revolutionen statt, so auch in den deutschen Staaten. In der Frankfurter Paulskirche trifft sich die frei gewählte Nationalversammlung, um der neuen Demokratie eine Verfassung mit Grund- und Bürgerrechten zu geben.
Und mittendrin ist Vera, Tochter aus gutem Hause, künstlerisch begabt und politisch interessiert. In ihrem Tagebuch schildert sie die Aufbruchsstimmung in Frankfurts Straßen und die schwierigen Verhandlungen in der Paulskirche, erzählt von ihren Begegnungen mit dem jungen Revolutionär Georg – und auch dem Konflikt mit ihren Eltern, die ihre Tochter lieber gut verheiratet als politisch interessiert sehen. Alles ändert sich, als preußische Truppen in Frankfurt einmarschieren.

Mit dem dritten Band der Comicreihe um Frankfurter Stadt- und Zeitgeschichte, die wir in Zusammenarbeit mit den Jungen Museum Frankfurt herausgeben, geht es deutlich düsterer und erwachsener zu als in den zuvor erschienen Bänden. Wir empfehlen den Comic ab 12 Jahren.

 

 

Yellowstone

03. 08. 2020

USA, 2032. Nachdem der Yellowstone-Supervulkan ausbricht, deportiert die Regierung alle Bürger des Mittleren Westens an die Küsten. Die evakuierten Staaten werden daraufhin an Konzerne verpachtet. Man nennt das Gebiet die Zone.

10 Jahre später. Noah, ein Ex-Mitglied der Nationalgarde, gelangt durch Zufall an geheime Informationen, welche die Existenz der Zone und somit auch die der Konzernherrschaft gefährden.

Ein Wettrennen gegen die Zeit beginnt, denn sowohl die Konzerne als auch der Widerstand wollen die Informationen noch vor den Präsidentschaftswahlen in ihren Händen haben.

Das Schicksal der USA liegt in Noahs Händen. Wie wird er sich entscheiden?

Mit ihrem Debüt YELLOWSTONE ziehen Autor Philipp Spreckels und Illustrator Dave Scheffel-Runte gleich mal sämtliche Register an der Genre-Orgel: Inspiriert von Adventure- und Endzeit-Geschichten schicken sie ihren Anti-Helden quer durch das vom Supervulkan gezeichnete Amerika und haben ihm Spannung, Action und eine gehörige Prise Humor ins Gepäck gesteckt.

Making-of Beiträge und Hintergründe zum Comic findet ihr unter www.yellowstone-comic.com

Philipp Spreckels

31. 07. 2020

Philipp Spreckels ist studierter Historiker, digitaler Produktmanager und passionierter Geschichtenerzähler. Er hat schon für Radio, sowie für Fantasy- und Computerspiele geschrieben und sich in Essays und Interviews mit dem Medium Comic auseinander gesetzt.

Philipp kommt aus Zeven (Niedersachsen) und hat in Münster NRW studiert, wo er auch Dave kennen gelernt hat. Als Teenager lebte Philipp er ein Jahr lang in den USA und sah die vulkanische Kraft von Yellowstone mit eigenen Augen. Philipp lebt und schreibt in seiner Wahlheimat Hamburg.

David Scheffel-Runte

31. 07. 2020

David Sidney Tula Scheffel-Runte, oder “Herr Scheffel” (wie sein Künstlername ist), ist in Dortmund geboren und gelernter Illustrator und Character-Designer mit Abschluss an der MSD in Münster. Neben Arbeiten für Radio Nukular, Nike und diversen Social-Design-Projekten arbeitet er zusammen mit Philipp seit 2016 am Comic YELLOWSTONE.
Als Kind haben ihm Comics in andere Welten eintauchen lassen. Seiner Passion Comic hat er trotz vieler anderer Tätigkeiten niemals absagen können. „Yellowstone“ ist sein Herzens-Projekt und sein Buchebüt. Er zeichnet, schreibt und lebt mit seiner Familie in Hamburg.

Wildblumen

30. 06. 2020

Eine graue Stadt, vom Smog fast erdrückt. Die Menschen tragen Masken, um die schlechte Luft nicht atmen zu müssen. Aber es ist verboten, Grünpflanzen zu säen. Das Grau bleibt bestehen. Das Grün wird zerstört.

Ein junger Mann findet ein Päckchen Saatgut und versucht herauszufinden, wem es gehört. Der Weg führt ihn nicht nur durch die Stadt und auf ihre Dächer, sondern auch zur Möglichkeit eines neuen Lebens.

 

DIE GESCHICHTE

 

»Die Idee zu WILDBLUMEN kam mir 2017 auf der Fahrt zum Comicseminar in Erlangen,« so Sascha Gallion, »Das Thema damals war ‘Um die Ecke’ und die Geschichte war noch etwas anders geplant als der Comic, der dann entstanden ist.«

 

Dass die Dinge etwas anders laufen, scheint eine Konstante in seinem Leben zu sein. Nach einer Lehre als Stilmöbelschreiner verpflichtete Sascha sich bei der Bundeswehr und verließ die 10 Jahre später, Anfang der 2000er, im Rang eines Hauptfeldwebels um freiberuflicher Mediengestalter und Illustrator zu werden. Seit 2011 arbeitet er fest in einer Ludwigshafener Kletterhalle und nebenberuflich als freier Illustrator. »Das gibt mir einmal die finanzielle Sicherheit, die man für eine Familie auch braucht, und andererseits genug Zeit für meine Kreativität.«

 

Freitags hat er Zeit für Comics – Vormittags, wenn die Tochter in der KiTa ist, und Abends, wenn sie schläft. Die ersten Comics zeichnete Sascha Gallion für die Comicanthologie JAZAM!, in der Nummer vier wurde seine erste Geschichte veröffentlicht. Seitdem ist er in fast allen Ausgaben vertreten gewesen. Immer wieder hat er das Comicseminar des Comic Salons Erlangen besucht. »2017 waren Flix und Birgit Weyhe als Seminarleiter da. Flix war eins meiner Vorbilder, als ich mit Comics angefangen habe, diese Slice-of-Life-Sachen die er gemacht hat, haben mich beeinflusst. Cyril Pedrosa auch. Und Birgit Weyhe beim Seminar konnte sich sehr schnell auf meine Ideen einstellen und mir passendes Feedback geben.«

 

Was nicht ganz einfach war, denn Sascha Gallion zeichnet seine Comics ohne festes Script. Aus ersten Skizzen entstehen die Figuren einer Geschichte; Storyideen werden festgehalten. So entstand die Hauptfigur von WILDBLUMEN schon Jahre vorher, komplett mit Maske. Aber noch ohne Geschichte. »Ich habe ein Framework im Kopf,« sagt Sascha, »Ich weiß den Anfang und wie es ausgehen soll und Szenen dazwischen, und dann zeichne ich Stück für Stück weiter. Das gibt mir Spielraum, etwas Neues einzubauen, wenn es sich entwickelt. Trotzdem passe ich sehr auf die Struktur auf – dass das Umblättern ein Teil des Storytelling bleibt zum Beispiel.« Er lacht: »Und Birgit zuliebe habe ich auch mal eine Storyboardskizze gemacht. Aber sonst ist das bei mir eher Rumüberlegen und Drauflosgucken.«

 

Die erste Idee zu WILDBLUMEN war eine Geschichte über die verborgenen Winkel einer Stadt – wo es Heimliches, Verbotenes gibt. Daraus entwickelte sich die Geschichte einer Stadt, in der Anonymität Normalität ist, und die Freiheit auf dem Dachgarten dann eben um die Ecke zu finden ist.

 

Dass eine Geschichte mit Menschen, die täglich Masken tragen müssen, zu einer solchen Aktualität wie heute finden würde, hätte Sascha sich nicht ausdenken können. »Ich habe die Maske des Protagonisten eher als Freiraum für die Leser_innen gesehen,« sagt er. »Dadurch können sie im besten Fall ihre eigene Geschichte mit in die des Comics einbringen. Ich schau da sowieso drauf: dass in der Zeichnung einerseits genau definiert, dann aber wieder auf das Notwendigste reduziert wird, damit man Platz hat, eigene Gedanken da reinzufüllen und mit auf die Reise kommt.«

 

WILDBLUMEN ist Sascha Gallions erste längere Geschichte. »Ich mag sie immer noch. Auch technisch: Aquarell ist ja immer schwierig zu scannen und zu drucken, aber das Buch ist wirklich schön rausgekommen.«

Sascha Gallion

29. 06. 2020

Sascha Gallion, Jahrgang 1974, ist Betriebsleiter im Kletterzentrum Ludwigshafen. In seiner Freizeit kann er die Finger nicht von den Zeichenstiften lassen und arbeitet nebenbei als freischaffender Illustrator und Comiczeichner. Seit Mitte 2009 veröffentlicht er alles rund um seine Projekte auf seinem Comic-Blog. Sascha Gallion lebt mit seiner Familie in Heidelberg und versucht ruhig zu bleiben, wenn sein kleiner Wirbelwind mal wieder seine Stifte nimmt.