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Yellowstone

03. 08. 2020

USA, 2032. Nachdem der Yellowstone-Supervulkan ausbricht, deportiert die Regierung alle Bürger des Mittleren Westens an die Küsten. Die evakuierten Staaten werden daraufhin an Konzerne verpachtet. Man nennt das Gebiet die Zone.

10 Jahre später. Noah, ein Ex-Mitglied der Nationalgarde, gelangt durch Zufall an geheime Informationen, welche die Existenz der Zone und somit auch die der Konzernherrschaft gefährden.

Ein Wettrennen gegen die Zeit beginnt, denn sowohl die Konzerne als auch der Widerstand wollen die Informationen noch vor den Präsidentschaftswahlen in ihren Händen haben.

Das Schicksal der USA liegt in Noahs Händen. Wie wird er sich entscheiden?

Mit ihrem Debüt YELLOWSTONE ziehen Autor Philipp Spreckels und Illustrator Dave Scheffel-Runte gleich mal sämtliche Register an der Genre-Orgel: Inspiriert von Adventure- und Endzeit-Geschichten schicken sie ihren Anti-Helden quer durch das vom Supervulkan gezeichnete Amerika und haben ihm Spannung, Action und eine gehörige Prise Humor ins Gepäck gesteckt.

Making-of Beiträge und Hintergründe zum Comic findet ihr unter www.yellowstone-comic.com

Philipp Spreckels

31. 07. 2020

Philipp Spreckels ist studierter Historiker, digitaler Produktmanager und passionierter Geschichtenerzähler. Er hat schon für Radio, sowie für Fantasy- und Computerspiele geschrieben und sich in Essays und Interviews mit dem Medium Comic auseinander gesetzt.

Philipp kommt aus Zeven (Niedersachsen) und hat in Münster NRW studiert, wo er auch Dave kennen gelernt hat. Als Teenager lebte Philipp er ein Jahr lang in den USA und sah die vulkanische Kraft von Yellowstone mit eigenen Augen. Philipp lebt und schreibt in seiner Wahlheimat Hamburg.

David Scheffel-Runte

31. 07. 2020

David Sidney Tula Scheffel-Runte, oder “Herr Scheffel” (wie sein Künstlername ist), ist in Dortmund geboren und gelernter Illustrator und Character-Designer mit Abschluss an der MSD in Münster. Neben Arbeiten für Radio Nukular, Nike und diversen Social-Design-Projekten arbeitet er zusammen mit Philipp seit 2016 am Comic YELLOWSTONE.
Als Kind haben ihm Comics in andere Welten eintauchen lassen. Seiner Passion Comic hat er trotz vieler anderer Tätigkeiten niemals absagen können. „Yellowstone“ ist sein Herzens-Projekt und sein Buchebüt. Er zeichnet, schreibt und lebt mit seiner Familie in Hamburg.

Wildblumen

30. 06. 2020

Eine graue Stadt, vom Smog fast erdrückt. Die Menschen tragen Masken, um die schlechte Luft nicht atmen zu müssen. Aber es ist verboten, Grünpflanzen zu säen. Das Grau bleibt bestehen. Das Grün wird zerstört.

Ein junger Mann findet ein Päckchen Saatgut und versucht herauszufinden, wem es gehört. Der Weg führt ihn nicht nur durch die Stadt und auf ihre Dächer, sondern auch zur Möglichkeit eines neuen Lebens.

 

DIE GESCHICHTE

 

»Die Idee zu WILDBLUMEN kam mir 2017 auf der Fahrt zum Comicseminar in Erlangen,« so Sascha Gallion, »Das Thema damals war ‘Um die Ecke’ und die Geschichte war noch etwas anders geplant als der Comic, der dann entstanden ist.«

 

Dass die Dinge etwas anders laufen, scheint eine Konstante in seinem Leben zu sein. Nach einer Lehre als Stilmöbelschreiner verpflichtete Sascha sich bei der Bundeswehr und verließ die 10 Jahre später, Anfang der 2000er, im Rang eines Hauptfeldwebels um freiberuflicher Mediengestalter und Illustrator zu werden. Seit 2011 arbeitet er fest in einer Ludwigshafener Kletterhalle und nebenberuflich als freier Illustrator. »Das gibt mir einmal die finanzielle Sicherheit, die man für eine Familie auch braucht, und andererseits genug Zeit für meine Kreativität.«

 

Freitags hat er Zeit für Comics – Vormittags, wenn die Tochter in der KiTa ist, und Abends, wenn sie schläft. Die ersten Comics zeichnete Sascha Gallion für die Comicanthologie JAZAM!, in der Nummer vier wurde seine erste Geschichte veröffentlicht. Seitdem ist er in fast allen Ausgaben vertreten gewesen. Immer wieder hat er das Comicseminar des Comic Salons Erlangen besucht. »2017 waren Flix und Birgit Weyhe als Seminarleiter da. Flix war eins meiner Vorbilder, als ich mit Comics angefangen habe, diese Slice-of-Life-Sachen die er gemacht hat, haben mich beeinflusst. Cyril Pedrosa auch. Und Birgit Weyhe beim Seminar konnte sich sehr schnell auf meine Ideen einstellen und mir passendes Feedback geben.«

 

Was nicht ganz einfach war, denn Sascha Gallion zeichnet seine Comics ohne festes Script. Aus ersten Skizzen entstehen die Figuren einer Geschichte; Storyideen werden festgehalten. So entstand die Hauptfigur von WILDBLUMEN schon Jahre vorher, komplett mit Maske. Aber noch ohne Geschichte. »Ich habe ein Framework im Kopf,« sagt Sascha, »Ich weiß den Anfang und wie es ausgehen soll und Szenen dazwischen, und dann zeichne ich Stück für Stück weiter. Das gibt mir Spielraum, etwas Neues einzubauen, wenn es sich entwickelt. Trotzdem passe ich sehr auf die Struktur auf – dass das Umblättern ein Teil des Storytelling bleibt zum Beispiel.« Er lacht: »Und Birgit zuliebe habe ich auch mal eine Storyboardskizze gemacht. Aber sonst ist das bei mir eher Rumüberlegen und Drauflosgucken.«

 

Die erste Idee zu WILDBLUMEN war eine Geschichte über die verborgenen Winkel einer Stadt – wo es Heimliches, Verbotenes gibt. Daraus entwickelte sich die Geschichte einer Stadt, in der Anonymität Normalität ist, und die Freiheit auf dem Dachgarten dann eben um die Ecke zu finden ist.

 

Dass eine Geschichte mit Menschen, die täglich Masken tragen müssen, zu einer solchen Aktualität wie heute finden würde, hätte Sascha sich nicht ausdenken können. »Ich habe die Maske des Protagonisten eher als Freiraum für die Leser_innen gesehen,« sagt er. »Dadurch können sie im besten Fall ihre eigene Geschichte mit in die des Comics einbringen. Ich schau da sowieso drauf: dass in der Zeichnung einerseits genau definiert, dann aber wieder auf das Notwendigste reduziert wird, damit man Platz hat, eigene Gedanken da reinzufüllen und mit auf die Reise kommt.«

 

WILDBLUMEN ist Sascha Gallions erste längere Geschichte. »Ich mag sie immer noch. Auch technisch: Aquarell ist ja immer schwierig zu scannen und zu drucken, aber das Buch ist wirklich schön rausgekommen.«

Sascha Gallion

29. 06. 2020

Sascha Gallion, Jahrgang 1974, ist Betriebsleiter im Kletterzentrum Ludwigshafen. In seiner Freizeit kann er die Finger nicht von den Zeichenstiften lassen und arbeitet nebenbei als freischaffender Illustrator und Comiczeichner. Seit Mitte 2009 veröffentlicht er alles rund um seine Projekte auf seinem Comic-Blog. Sascha Gallion lebt mit seiner Familie in Heidelberg und versucht ruhig zu bleiben, wenn sein kleiner Wirbelwind mal wieder seine Stifte nimmt.

Die unterirdischen Städe

04. 06. 2020

Der erste Weltkrieg. Britische und deutsche Soldaten stehen sich im Grabenkrieg gegenüber. In einem Schacht unter dem Niemandsland treffen ein Sprengkommando der deutschen Truppen und eines indischer Soldaten unter britischem Befehl nach einer Explosion aufeinander. Nur ein Inder und ein Deutscher überleben – gemeinsam verschüttet, versuchen sie gemeinsam aus der Tiefe zu entkommen. Jai Undurti und Fabian Stoltz schicken ihre beiden Helden auf eine Reise durch das Innere der Erde, wo die Gottheiten des Sanskrit auf Figuren der deutschen Sagenwelt und steampunkige Maschinen aus Verne’scher Science-Fiction treffen und riesige unterirdische Städte existieren. Eine Halluzination, ein Road Movie unter der Erde.

»Here, Past Present and Future all take place at the same time.« sagt Jai Undurti, der DIE UNTERIRDISCHEN STÄDTE schrieb, über die indische Stadt Delhi. »Da hast du alles direkt nebeneinander – hier eine Händler mit Eselskarren, direkt daneben die Büros eines Hi-Tech-Unternehmens,« so Fabian Stoltz, der Zeichner des Comics, »Hier steht Amazons weltweit größtes Verteilerzentrum. Einige Leute sind megavernetzt, andere leben noch wie im 19. Jahrhundert.«

Die beiden haben sich über das Projekt 040 des Goethe Zentrums Hyderabad kennengelernt, für das ein Comic zur INDIA WEEK in Hamburg entstehen sollte. Jai ist Journalist und Verlagsmitarbeiter, ein großer Fan von Jules Verne. Er und Fabian schrieben 2017 eine erste Version der Geschichte über Skype und Telefon; später kam Jai zu Besuch nach Hamburg – auch aus dieser Stadt sollten Eindrücke in den Comic einfließen. »Das war mit heißer Nadel gestrickt,« meint Fabian. Die ersten entstandenen Seiten wurden dann auf der INDIA WEEK 2017 in Hamburg ausgestellt. »Es war etwas mehr über Hamburg drin,« erzählt Fabian, »das ist in der späteren Version rausgefallen. Dafür kam die Panzerverfolgungsjagd dazu.« In der Weiterführung schickte Jai ein ausführliches Skript mit recherchiertem Bildmaterial. Fabian erstellte daraufhin eine Skizzenversion, die die beiden über Skype durchsprachen, um noch Änderungen vornehmen zu können. Fabian meint, dass vieles der Story bei diesem gemeinsamen Schreiben erst entstanden ist, besonders die Details des Endes der Geschichte. Die fertigen Zeichnungen gingen dann an den Koloristen Vijai Moparthi nach Paris. »Globalisierung – da kannst du mal seh’n wie sowas geht,« grinst Fabian.

Jai Undurti

04. 06. 2020

Jai Undurti  hat einen journalistischen Hintergrund. Dank der Anstellung seines Vaters in der Handelsmarine hatte er im Alter von 6 Jahre alt schon über 40 Länder besucht. Danach wurde er auf ein, von einem geistlichen Messias gegründetes, Internat geschickt – er konnte dort aber keine mystischen Einsichten gewinnen.
Undurti schreibt Science-Fiction Texte, deren Handlung meistens in Indien spielt – dabei ist
alles von Geschichten über Roboter, die vom Hinduismus besessen sind, bis zu Spekulationen zur Natur von Göttern fremder Planeten. Unter anderem interessiert er sich auch für die okkulte Archäologe, Schach und urbane Mythologie. Er lebt in Hyderabad und ist dort oft in Second-Hand Buchläden anzutreffen, in denen er obskure Bände aufstöbert.

Fabian Stoltz

04. 06. 2020

Fabian Stolz verbrachte seine ersten 11 Jahre im Ausland und besuchte eine französische Schule. Er studierte Kommunikationdesign und Illustration in Augsburg, Paris und Hamburg, wo er 2004 sein Diplom erhielt, seitdem arbeitet er freischaffend als Illustrator. Erste Veröffentlichungen Ende des 20. Jahrhunderts in Kromix & Comicstrich, ab 2001 erschienen »Geschichten aus den Neunzigern« (4 Bände bei Schwarzer Turm), 2016 »Grosse Freiheit« (bisher zwei Bände mit Anja Kasten und Michael Schmid) im Selbstverlag, sowie 2018 »was davor geschah« bei Edition Breitkopf, ein Sammelband der Strips, die von 2009-15 im Freitag erschienen sind.

Prinz Gigahertz

20. 03. 2020

Verfolgt von einem furchteinflößenden Dämon, flieht ein junger Ritter durch die Ruinen einer radioaktiven Märchenwelt. Seine einzige Verteidigung ist dieselbe verfluchte Magie, die sein Reich einst in Schutt und Asche legte. Während sein Feind immer näher rückt, beginnt sich die schreckliche Wahrheit des Ritters zu offenbaren. Heimgesucht von Vergangenheit und Zukunft, wird seine Chance auf Überleben immer kleiner. Wird er es schaffen, zu entkommen?

Nach seinem düsteren, nihilistischen Debüt “Die Verwerfung” und Adaptionen von Thomas Bernhards autobiografischen Texten schaltet Lukas Kummer den Kopf aus und lässt Herz und Bauch dem Stift diktieren. In “Prinz Gigahertz” arbeitet er sich visuell berauscht an der High Fantasy ab, lässt dabei scheinbar kein Klischee unbeachtet liegen und strickt aus den bekannten Zutaten des Genres ein spannendes Märchen für Erwachsene: Anleihen an Retro-Computerspiel-Ästhetik beherrschen die neon-gefärbten Bilder und vermischen somit das übliche Mittelalter-geprägte Setting mit einer naiven Tec-Magie, und einer gehörigen Portion Post-Apokalypse, in der auch der Blutzoll nicht zu gering ausfällt.#

Pressestimmen zu Prinz Gigahertz

“Wenig ist, wie es scheint, in „Prinz Gigahertz. Mit einer Ausnahme: Lukas Kummer scheint auf dem besten Weg, zu einem der prägenden Comic-Künstler seiner Generation zu werden.” – Andreas Platthaus, FAZ

Pressestimmen zu Lukas Kummers “Die Verwerfung” (erschienen bei Zwerchfell)
Mit “Die Verwerfung” hat Kummer im Medium des Comics eine universelle Metapher für den Schrecken des Krieges vorgelegt. 
[Quelle: Andreas Gebhardt, publik]
Es gäbe sicher erbaulichere Geschichten zu lesen, aber kein Debüt hat mich in den letzen Monaten so beeindruckt wie Kummers Die Verwerfung. 
[Quelle: Frank Neubauer, spotlights]
Die Verwerfung ist ein enorm starkes Comic-Debüt und als Leseerlebnis absolut demoralisierend. 
[Quelle: Michael Brake, Fluter]