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Don’t touch it!

24. 10. 2018
Benji könnte sich nicht weniger auf die Ferien freuen. Nicht genug dass seine ältere Schwester Brittany sich in ein ätzendes, pubertierendes Monster verwandelt hat, seine Familie muss außerdem auch noch seiner Cousine Loreley Obdach für den Sommer geben. Sie war schon immer etwas schräg, aber seit dem Verschwinden von Toby, ihrem Bruder, ist sie völlig abgedriftet: noch schreckhafter und verschlossener als zuvor, schließt sie sich in ihrem Zimmer ein und durch die Tür hört man sie mit sich selber reden. Natürlich ist es Blödsinn, was die halbe Stadt munkelt – dass Lori ihren Bruder getötet und auf dem Schrottplatz verbuddelt haben soll… aber… wie es mit so Gerüchten eben ist… vielleicht ist doch etwas dran?
Oder hat am Ende alles etwas mit der merkwürdigen knorrigen Puppe, die Lori unter einer Glasglocke hütet, zu tun? Und welche Rolle spielt ihre angsteinflössende Nanny? Benji beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen und stellt erst viel zu spät fest, dass er von dem Geheimnis dieses Sommers lieber die Finger gelassen hätte…
Timo Grubing geizt in seinem ersten abendfüllendem Comic nicht mit Querverweisen auf die Klassiker des Horror-Kanons. Von Bradbury bis King, abgerundet mit einer gehörigen Portion Carpenter und einer Prise Hitchcock lässt DON’T TOUCH IT! den Grusel und Bodyhorror der 80er Jahre von der Leine. Unbekümmert und ungeschnitten!t

Timo Grubing

24. 10. 2018

Timo Grubing, Jahrgang ’81, lebt in Bochum und verdient dort sein tägliches Brot und wochenendliches Bier vor allem mit dem fröhlichen Illustrieren von Kinder- und Jugendbücher für eine Vielzahl deutscher Verlage. Aber immer lieb ist auch langweilig und so presste sich seine Leidenschaft für Horrorfilme in den Bleistift und von dort auf’s Papier. Nach einem kurzen Zwerchfell-Ausflug ins Zombiegenre für “Die Toten” veröffentlicht er mit “Don’t Touch It” seinen ersten abendfüllenden Comic. Und wenn er’s nicht berührt hat, dann malt er fröhlich weiter.

Ach, so ist das!? 2

31. 07. 2018

Was passiert wenn Mutter und Sohn auf den gleichen Typ Mann stehen? Wie hat es eine lesbische Familie aus der Ukraine nach Deutschland verschlagen? Wie fühlen sich homosexuelle Geflüchtete in ihrer neuen Heimat? Was ist eigentlich die »dritte Option«? Wie fühlt es sich an wenn man auf Männer und Frauen steht? – Unter dem Motto Ach, so ist das?! sammelt Martina Schradi Geschichten von LGBTI* – Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans und Intergeschlechtlichen – und zeichnet daraus biografische Comic-Reportagen. Mit den Comics möchte sie alle Interessierten einladen, sich in der Welt der LGBTI* umzusehen, ihre Lebensweise, Erfahrungen und alles, was sie bewegt, sichtbar und begreifbar machen – ganz jenseits von gängigen Klischees!

“Mit den Comics will ich alle Interessierten dazu einla-den, sich in dieser Welt umzusehen, will ich Identität, Erfahrungen und Erlebnisse von LGBTI* sichtbar und begreifbar machen und damit helfen, Vorurteile und Ressentiments gegenüber LGBTI* abzubauen.”
– Martina Schradi

 

PRESSE ÜBER BAND 1

„Wir treffen liebevoll gezeichnete schüchterne und selbstbewusste Menschen, die einfach sie selbst sein wollen, ohne Versteckspiel und Vorurteile.“ Gabriele Bischoff, Wir Frauen

„In ihrem einfühlsamem Debüt, der Comic-Reportage „Ach, so ist das?!“, lässt Martina Schradi die LGBTI-Community zu Wort kommen.“ Kai Löffler, WDR 5

„Die Darstellung in zeichnerischer Form gibt den oft traurigen, zum Teil aber auch komischen Geschichten beim Lesen eine angenehme Form der Leichtigkeit.“ Sylvia Rochow, Laura Fricke, Aviva Berlin

„Mit ihrem einfachen Stil trifft Schradi genau den richtigen Ton, um nicht zu moralisieren, sondern wirklich einfach zu erzählen. Mit viel Mühe und Feingefühl geht sie an die Geschichten heran. Schradi hat in wenigen Panels teilweise sehr persönliche Dinge festgehalten, die an die Substanz gehen“ Björn Bischoff, Tagesspiegel Online

In einem gefälligen Funny-Stil… werden mehr oder weniger locker und leichtfüßig Personen vorgestellt, Schicksale erzählt, Lebensentwürfe beleuchtet. Alle authentisch und der Zeichnerin persönlich von den dargestellten Personen übermittelt. Ein großes Projekt, ein wichtiges Projekt.
Harald Havas zum ICOM

»…weil es auf angenehm freundliche und leicht zugängliche Weise jede Altersgruppe für unterschiedliche Orientierungen und Geschlechtlichkeiten sensibilisieren kann.«
Markus Pfalzgraf zum “außergewöhnlichen Buch des Internationalen Literaturfestivals Berlin 2016”

Natalie Ostermaier

22. 05. 2018

Geb.1983 in Regensburg, lebt und arbeitet in Karlsruhe.
Sie studierte an der Akademie der bildenden Künste Karlsruhe von 2004 bis 2010 bei Anselm Reyle, Olaf Holzapfel und Silvia Bächli.
Schon immer der Zeichnung verschrieben, beschäftigte sich Ostermaier unteranderem auch mit Fotografie und Installation, doch
Dank eines Comicprojektes während des Studiums und dem Besuch der Vorlesung “Comics und Animation” von Klaus Theweleit,
fand sie ihre Liebe zum Comic. Es folgten einige Comic-Kurzgeschichten, sowie Ausstellungen.
Die Graphic Novel “Kramer” ist ihr Debüt.

KRAMER

22. 05. 2018

In einer kleinen Stadt Ende des 15.Jahrhunderts wird Elsa, eine junge Bäuerin, der Hexerei bezichtigt. Da das „crimen exeptum“ einen Experten verlangt, wird Heinrich Kramer als Inquisitor hinzugezogen. Er ist der Verfasser des Hexenhammers, das Regelwerk der Hexenverfolgung.

Kramer, ein von Frauenhass und fanatischem Glauben Getriebener entwickelt jedoch ambivalente Gefühle
gegenüber der Angeklagten. Seine düsteren Visionen, Glaubenszweifel und Hingezogenheit zu Elsa führen schließlich dazu, dass die Anklage gegen sie fallen gelassen wird.

Elsa, wieder auf freiem Fuss, wird von einem erbosten Bürger, der an ihre Schuld glaubt gemeuchelt. Die Menschwerdung des Teufels und die Erkenntnis Kramers darüber, dass er sein „Quäntchen“ dazu beigetragen hat, findet während eines großen Hexensabbats statt der darin gipfelt, dass Kramer in einer blasphemischen Verkehrung der heiligen Kommunion vom Teufel
verschlungen wird.

In ebenso malerischen wie furchterregenden Bildern erfindet Natalie Ostermaier eine Fabel über einen der schrecklichsten, religiösen Fanatiker, dessen misogynes Werk immer noch einen Schatten über die katholische Kirche wirft: Heinrich Kramer.

Explizit und nahe an Horror-Klassikern wie The Witchfinder General zeichnet sie darüber hinaus ein verstörendes sexuelles Psychogram und eine Phantasmagorie, die sich nicht scheut, kontrovers menschliche Abgründe zu bebildern.

 

Eichhörnchen

22. 05. 2018

Nach 10 Jahren trifft Basti bei einem Besuch in der alten Heimat seine Jugendliebe – “wahre Liebe!” – Pia wieder. Während Basti mittlerweile erfolgreich in Berlin als creative director arbeitet, ist Pias Traum von Olympia geplatzt und sie sitzt – “nur vorübergehend!” – im Fun Markt hinter der Kasse. Der gemeinsame Partyabend reißt schnell alte Wunden wieder auf…

Adrian Richter debütiert mit seiner Abschlussarbeit “Eichhörnchen”, entstanden an der Kunsthochschule Kassel, wo er unter der Anleitung von Hendrik Dorgathen und Aisha Franz studierte. Aufgewachsen mit der Manga-Welle und Dragon Ball, entdeckte Adrian später die Welt der Indie-Comics für sich. Geprägt von Akira Toriyama und Daniel Clowes vereint er in “Eichhörnchen” die gegensätzlichen Bild- und Erzählwelten zu einem ganz eigenen Stil.

Sterne sehen 2

21. 05. 2018
Wer ist Ela Era Ean? Nina glaubt Ela nun, dass sie eine Außerirdische ist. Doch sie kann die Augen
nicht davor verschließen, dass Elas Gesicht immer wieder in Vermisstenmeldungen auftaucht.
Zunehmend gerät Nina in einen Zwiespalt und stellt sich erneut die Frage – ist es wirklich möglich, dass Ela ein Alien ist? Was ist Ela Era Ean?
Die Fortsetzung von Asja Wiegands “Sterne Sehen” ist da! Der Sommer neigt sich dem Ende zu, und damit auch die Geschichte von Nina und Ela. In stimmungsvollen Tuschezeichnungen erzählt Asja im zweiten und letzten Band von “Sterne Sehen” das Finale ihres Mangas über die ungewöhnliche Beziehung zweier Außenseiterinnen.
 

Das verflucht Elixier

11. 01. 2018

Rikki Beck macht sich Sorgen um ihre Eltern: die Gemüseernte ist dieses Jahr einfach nicht groß genug – die Kartoffeln schrumpelig, die Karotten winzig. Ihr erfinderischer Freund Patrick scheint aber eine Lösung parat zu haben. Er mischt ein Wunderelixier, das aus kleinem Gemüse großes machen kann. Allerdings hat niemand mit den Folgen gerechnet, denn das Elixier kann noch viel mehr … und plötzlich muss Rikki zusammen mit ihrer Schwester Sofia und ihrem guten Freund Henri eine ungeahnte Katastrophe verhindern!

Endlich kann man wieder mit Rikki und ihren Freunden aus „Das Echo aus dem Graben“ mitfiebern: „Das verfluchte Elixier“ ist ein kunterbuntes und spannendes Comicbuch für Leser ab 6 Jahren. Veronika Gruhl erzählt darin auf wunderbar fantasievolle Art und Weise nicht nur eine Abenteuergeschichte mit liebevoll gezeichneten Charakteren, sondern auch eine Geschichte um Freundschaft, Mut und Hilfsbereitschaft – ohne dabei jemals den Spaß aus den Augen zu verlieren!

 

Das größte Fest der Welt – Frankfurt 1742

03. 10. 2017

Im Frühjahr 1742 herrscht in Frankfurt am Main helle Aufregung: Nachdem die Kurfürsten des deutsch-römsichen Reiches sich in der Stadt versammelt haben, um über den Winter den Kaiser zu wählen, steht nun dessen Krönung bevor. Die Stadt ist überfüllt mit Gästen, die diesem einmaligen Festakt beiwohnen und die Frankfurter erleben ihre Stadt im Ausnahmezustand: Die Zimmer und Betten sind überfüllt, die Gäste wollen Speiss und Trank und auch die Vorbereitungen für die bombastische Zeremonie füllen den Alltag der Frankfurter Bürger komplett aus.

So auch für den schmächtigen Leo; er ist -um es mit heutigen Worten auszudrücken- ein regelrechter Kaiser-Fan. Der clevere und belesene Junge ist begeistert von dem bunten Treiben in seiner Stadt und wie viele andere Frankfurter auch will er nach dem Höhepunkt der Krönung ein Erinnerungsstück von der Feier mitnehmen. Das einzige Problem: Als Angehöriger des jüdischen Glaubens ist es ihm nicht gestattet, der Zeremonie beizuwohnen. Leo hadert mit diesem ungerechten Schicksal und auch das Versprechen seiner Freundin Catharina, ihm ein Andenken vom Römer zu sichern, kann ihn nicht wirklich trösten. Als Leo sich schon beinahe mit seinem Schicksal abgefunden hat, lernen er und Catharina die selbstbewusste Lucia kennen. Damit Leo doch noch in den Genuss der „Party“ wird, stürzen sie sich gemeinsam in ein Abenteuer, das aufregender zu werden verspricht, als das größte Fest der Welt selbst.

Mit Frankfurt 1742 startet das Junge Museum Frankfurt eine hauseigene Comicreihe in Zusammenarbeit mit dem Zwerchfell Verlag. Die Comics widmen sich wichtigen historischen Ereignissen Frankfurts und entstehen unter der wissenschaftlichen Betreuung der Museumsleitung. Für die inhaltliche Unterstützung wurden außerdem Mitarbeiter des Museums Judengasse in Frankfurt zu Rate gezogen.

Eine englisch-sprachige Version des Comics ist im Jungen Museum Frankfurt vor Ort erwerblich.